Gaffel Wiess

Das Gaffel Wiess ist die obergärige Bierspezialität aus der Domstadt am Rhein – hell, ungefiltert und naturtrüb. Bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts war das Wiess das Nationalgetränk der Kölner und somit der Urvater des Kölschs, wie wir es heute kennen. Der süffige und milde Charakter macht diesen Bierklassiker zu einem echten Geschmackserlebnis – besonders in geselliger Runde. Prost zesamme!

Produktspezifikationen öffnen Produktspezifikationen schließen
Brauart obergärig
Biergattung Helles naturtrübes Bier
Stammwürzegehalt 11,50%
Alkohol Alk.4,9%
Brennwert 42 kcal.
Bittereinheiten (BE) 11

Gaffel Wiess aus der Flasche

Gaffel Wiess gibt es jetzt in der neuen trendigen 0,33l Euro-Flasche. Für das neue Produkt haben wir einen eigenen Kasten entwickeln lassen, der passend zur Produktausstattung in einem erfrischenden und modernen pastell-farbigen Hellblau gestaltet wurde.
Die Etiketten bestehen aus komplett recycelbarem Papier. Dazu gibt es drei verschiedene Kronkorken-Motive, die nicht nur bei Sammlern Begehrlichkeit wecken werden.


Die Euro-Flasche

Erst mit der Industriellen Revolution konnte man Flaschen preisgünstig in Massen produzieren. 1875 wurde die Bügelflasche patentiert, die auch in Köln verwendet wurde. Durch die Einführung der Euro-Flasche mit Kronkorken in den 1950er Jahren wurde die klassische Bügelflasche verdrängt. Schnellere, automatisierte Abfüllanlagen konnten durch die neue Flasche nun eingesetzt werden. Die Euro-Flasche (kurzer Hals und bauchig) war bis Ende der 1980er Jahre Standard. Danach wurde aus Designgründen auf die sogenannte NRW-Flasche (längerer Hals und schlank) und Longneck-Flasche (langer Hals und schlank) umgestellt. Die Nostalgiewelle der letzten Jahre hat beide Gebinde wieder zurückgebracht. Sowohl die Bügelflasche als auch die Euro-Flasche in der 0,5l- und 0,33l-Variante sind derzeit gefragt.

 

Gaffel Wiess

Gaffel Wiess ist erfrischend mild und hat eine samtige Schaumkrone, die die Bier-Aromen harmonisch einbindet. Das obergärige Bier wird nicht gefiltert, sondern ist naturtrüb. Dadurch bleiben alle wichtigen Inhaltsstoffe der Hefe erhalten. Der süffige Charakter macht diesen Klassiker zu einem echten Geschmackserlebnis. Gaffel Wiess hat einen Alkoholgehalt von 4,9 %.

 

Naturtrübe Biere

Naturtrübe Biere waren früher normal. Die glanzfeine Filterung wurde erst mit der Industriellen Revolution durch neue Hochleistungsfilter ermöglicht. Blankes Bier hat sich dann allmählich durchgesetzt. Das gefilterte Kölsch, so wie wir es kennen, hat Anfang des letzten Jahrhunderts das ungefilterte Wiess abgelöst. Heute sind naturtrübe Biere – auch hefetrübe Biere genannt - wieder stark nachgefragt.

 

Die Brauart

Gaffel Wiess wird nach dem Reinheitsgebot gebraut, demnach nur Hopfen, Hefe, Malz und Wasser für den Brauprozess verwendet werden dürfen. Der Hopfen stammt aus der bayerischen Hallertau. Alle weiteren Zutaten kommen aus dem Rheinland. Für das Wiess sorgt eine eigene, obergärige Hefe für die alkoholische Gärung.

 

Vom Wiess zum Kölsch

Der oberste Brauchtumshüter, Dr. Philipp Hoffmann vom Kölnischen Stadtmuseum, erzählt im Interview die Geschichte, wie aus dem Wiess das heutige Kölsch wurde. In der „altkölnischen Weetschaff“ bestellte man früher „E Wieß un e Röggelche met Kies“ Der Übergang auf das Kölsch beginnt nach dem Ersten Weltkrieg. Dank moderner Brautechniken konnten neue, industrielle Großbrauereien erstmals kristallklares, untergäriges Bier herstellen. Dieses Bier wurden auch in Köln immer beliebter. Die obergärigen Kölner Hausbrauereien mussten sich gegen diese Konkurrenz wehren und anpassen. So wurde das naturtrübe Wiess zu einem blanken Obergärigen filtriert, das nach und nach als Kölsch angeboten wurde. Der endgültige Durchbruch zum Kölner Nationalgetränk erfolgte dann ab den 1950er Jahren. Das komplette Interview gibt es bei YouTube.